Mittwoch, 22. April 2015

Zwischenbericht






Weltwärts – zweiter Zwischenbericht
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Von: Theresa Scheible

Entsendeorganisation: Schule fürs Leben e.V. in Frankfurt

Einsatzort: Cali, Kolumbien

Einsatzstelle: Hogar de la Luz

Datum: 20. März 2014
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Die ersten 6 Monate meines Freiwilligendienstes sind bereits ins Land gezogen. Tatsächlich ist dieses Freiwilligenjahr das bisher intensivste Jahr meines Lebens und ich glaube der Schatz an Erfahrungen und Erkenntnissen, den ich innerhalb dieser kurzen Zeit gewonnen habe, ist unbezahlbar. Ich kann mich wirklich sehr dankbar schätzen, auch wenn nicht alles in diesem Freiwilligenjahr reibungslos funktioniert hat und erst recht nicht alles so war, wie ich mir das in Deutschland vorgestellt hatte. Aber ich glaube genau aus diesen Momenten, wenn der Plan nicht aufgeht, lernt man am meisten.

Das „Taller Textil“
So hatte ich nicht eine Sekunde ernsthaft damit gerechnet, dass ich meine Einsatzstelle werde wechseln müssen und das Taller Textil vorübergehend schließt. Vom jetzigen Standpunkt aus betrachtet sind die Erinnerungen an meinen Abschnitt im Taller Textil schmerzhaft und werden überschattet von all den Rückschlägen und Schwierigkeiten, die meine Arbeit dort begleitet haben. Es braucht wohl noch etwas Zeit und Abstand bis ich all die schönen Erinnerungen, die ich an meine Zeit im Taller habe, wieder als solche wahrnehmen kann und nicht mit den Bildern vom Ende des Tallers überlagere. Stand der Dinge ist momentan, dass das Taller erst wieder eröffnet werden soll, wenn dafür ausreichend Geld vorhanden ist. So wird gewährleistet, dass das Taller nicht nur vorübergehend existieren kann, sondern auch wirklich Handlungsspielraum vorhanden ist. Als ich im Taller war, konnten ja nicht mal Materialien gekauft werden.
Auch wenn die vorübergehende Schließung des Tallers traurig ist, weil es wohl noch ein bisschen dauern wird, bis das Taller wieder eröffnet werden kann, so ist es doch meines Erachtens der einzig richtige Ansatz. Es wäre für die Schüler nicht mehr zumutbar, wenn sich das Taller mehr schlecht als recht von Monat zu Monat schleppt.

Meine neue Einsatzstelle „Hogar de la Luz“
Für mich haben sich mit dem Wechsel der Einsatzstelle viele neue und spannende Möglichkeiten ergeben. Das „Hogar de la Luz“ war ursprünglich ein Heim für Mädchen aus schwierigen Verhältnissen. Als die letzte Freiwillige dort war, hat die Einsatzstelle dasselbe traurige Schicksal ereilt, wie einige der Talleres-Lehrwerkstätten – sie musste vorübergehend schließen. Seitdem hat sich hier vieles verändert. Die Betten der Mädchen sind Nähmaschinen gewichen und bieten nun Raum für weitere berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Fundación hat einen Vertrag mit der Sena abgeschlossen. Sena ist eine staatliche Einrichtung und bietet kostenlose Ausbildungen an. Ausgebildet werden soll in den Fachbereichen Nähen, Backen, Kochen und weitere. All diese Projekte sind momentan in Arbeit, sprich noch nicht umgesetzt.
In meiner Einsatzstelle arbeiten also Stella und Alexandra mit aller Kraft daran, dass schon bald der Lehrbetrieb aufgenommen werden kann, während ich Interessierten aus den umliegenden Barrios (Montebello, Campo Alegre) Englischunterricht gebe. Die erste Woche hatte ich alle Schüler zusammen unterrichtet, sprich von 3 bis 84 Jahren, und es war schlichtweg unmöglich allen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die ganz Kleinen mit ihren 3 Jahren hatten schon bald keine Lust mehr ihre Arbeitsblätter auszumalen und begannen durch den Raum zu flitzen, die etwas Größeren reckten mir alle ihr Hefte entgegen, damit ich ihren Hefteintrag loben konnte und die Älteren wünschten sich einen etwas anspruchsvolleren Unterricht, obgleich sie die einfachen Vokabeln noch nicht kannten. Zu meiner Erleichterung wurde dann der Unterricht in kleinere Gruppen eingeteilt, sodass ich jetzt insgesamt vier verschiedene Englischkurse leite – eine Erwachsenen-Gruppe und drei Gruppen von Kleinen. Sowohl bei den Erwachsenen als auch bei den Kleinen ist die Altersspanne zwar nach wie vor relativ groß und reicht bei den Erwachsenen von 15 bis 83, bei den Kleinen von 3 bis 13, aber mit der Zeit schafft man es einen Mittelweg zu finden, um allen so gut es geht gerecht zu werden. Im Erwachsenenkurs bedeutet das zum Beispiel, dass ich mit riesengroßen Buchstaben an die Tafel schreibe und sehr laute rede, damit auch die älteren im Kurs eine Chance haben zu verstehen. Im Kurs mit den Kleinen bedeutet das, dass ich immer Blätter zum Ausmalen vorbereite, damit diejenigen, die noch nicht schreiben und lesen können, auch etwas zu tun haben.
Spannend finde ich zu beobachten, wie ich mit jeder Stunde dazulerne und Strategien entwickeln kann um ein angenehmes Lernklima zu schaffen und konzentrierte und motivierte Schüler mir gegenüber sitzend zu haben. Das ein oder andere Mal war ich doch sehr überrascht, welche Schlüsse ich am Ende einer Stunde ziehen konnte. Das Thema „Food“ war so eine Stunde. Mit viel Liebe ins Detail hatte ich von Milch bis zur Gurke alles gemalt, was mir an Vokabeln wichtig erschien. Ich wollte den Unterricht sehr interaktiv gestalten und hatte dazu eine Einkaufsliste vorbereitet, Rezepte sowie eine Menükarte. Der erste Kurs war begeistert bei der Sache, obgleich mir der Unterricht ziemlich entglitt. 15 Hände streckten mir Gemüse, Obst und Fleisch entgegen und bei all dem „Ich bin jetzt aber dran“ ging der Lerngedanke etwas verloren. Der zweite und dritte Kurs meinte dann schon nach zehn Minuten sie würden sich langweilen und ich verbrachte die Stunde damit die Schüler wieder an den Verkaufstisch zu holen, um Aufmerksamkeit zu bitten und sie zurechtzuweisen.




Im nächsten Kurs zog ich klassischen Frontalunterricht durch, ließ die Schüler die Vokabeln zum Thema „Food“ schreiben und dazu Bildchen malen. Ich hatte eigentlich erwartet, dass mir die Schüler auf die Barrikaden gehen würden, aber siehe da - keine Beschwerden, ein angenehmes Arbeitsklima. Am Ende der Stunde meinten dann sogar einige ihnen hätte der Unterricht viel besser gefallen als beim letzten Mal. Erfahrungen wie diese erscheinen mir sehr wertvoll, besonders da ich jetzt in Erwägung ziehe „Kunst-Spanisch“ auf Lehramt zu studieren. Zu merken wie man von Mal zu Mal mehr die Dynamik der Klasse beeinflussen und lenken kann ist da doch sehr hilfreich. Was aber werden die Kolumbianer von meinem Englisch Kursen mitnehmen können? Beziehungsweise was motiviert sie dazu Englisch zu lernen?
Bei den meisten ist es wohl die Freude daran, sich mit den „Extranjeros“ oder „Gringos“ (Ausländern) unterhalten zu können und dies dann auch auf Englisch zu tun. Touristen sind hier nämlich nach wie vor etwas Besonderes und nicht allzu oft Gesehenes. Englisch zu sprechen ist in Kolumbien schon fast so etwas wie ein Statussymbol und zumeist sind es auch nur die Wohlhabenderen, die dieser Sprache tatsächlich mächtig sind. Der große Rest kennt wenn überhaupt vereinzelte Wörter wie „beautiful“, die einem dann gerne auf der Straße hinterhergerufen werden. Englisch dient zudem als eine Art Geheimsprache mit der sich Kolumbianer gut über andere gerade anwesende Personen oder Themen, die man lieber nicht im öffentlichen Raum bespricht, unterhalten können. Aber Sprachen haben ein viel größeres Potenzial. Denn Sprache wird zum Schlüssel um neues und unbekanntes zu lernen und lädt dazu ein, einen Blick über den Tellerrand zu wagen.
Ich persönlich empfinde Lateinamerika als einen sehr abgekapselten Raum. Diese Abkapslung hat ihre positiven Seiten, sorgt sie doch für eine so lebendige und pulsierende Kultur mit regionalen Spezialitäten, Tänzen und Musik. Gerade da, wo der Zugang zu Bildung fehlt, fokussiert sich aber auch das Interesse fast ausschließlich auf die eigenen vier Wände und die Arbeit, alles was außerhalb des eigenen Erlebnisradius liegt ist zumeist nicht so wichtig. Was spricht man eigentlich für eine Sprache in Ecuador und was ist die Hauptstadt Kolumbiens? Immer wieder überraschen solche Fragen, aber denkt man dann weiter darüber nach, verwundert sie nicht weiter. Wo soll das Wissen auch herkommen, wenn das Bildungssystem nach wie vor noch so lückenhaft ist? Genau hier ist Sprache ein wundervolles Instrument um Barrieren einzureisen und den Horizont zu erweitern. Für mich ist der Englischunterricht also mehr wie schlicht die Sprache Englisch. Ich sehe Englisch viel mehr als einen Weg, die Menschen dafür zu begeistern, mehr von der Welt wissen zu wollen.
Nun gebe ich aber nicht Montag bis Donnerstag durchgehend nur Englischunterricht. Zwischen den Stunden bleibt immer ein wenig Zeit, um die nächsten Stunden vorzubereiten, sich um die Dekoration der Fundación zu kümmern oder andere Aufträge zu bearbeiten. Das kann das Malen eines Fluchtplanes sein, es kommt aber auch vor, dass ich Papageien bastle oder Bilder male. Ich habe zum Beispiel begonnen auf alte Holzbretter Portraits zum Thema „Kultur Kolumbiens“ zu malen. Auf dem Foto sieht man eine alte Indianerfrau vom Stamm der Guambianos, die im Nachbardepartamento Cauca wohnen. Ich genieße diese Freiräume sehr, in denen ich meine Kreativität ausleben kann.




Diese Woche habe ich zudem „Samaritanos de la Calle“ kennengelernt. Hier werde ich jeden Freitag arbeiten. „Samaritanos“ ist eine Fundaciòn im Zentrum Calis und arbeitet mit den Obdachlosen zusammen. Das Programm leistet eine Art Grundversorgung, die Obdachlosen können sich hier baden, erhalten einen Schlafplatz sowie Essen, können aber auch den Arzt, Zahnarzt oder Friseur aufsuchen. Um den Wiedereinstieg in die Arbeitswelt vorzubereiten werden spezielle Programme angeboten und es gibt eine Kinderbetreuung, die sich den Kleinen annimmt. In einem anderen Gebäude werden vertriebene Familien für 3 Monate aufgefangen. In welchem Bereich ich bei den Samaritanos arbeiten will, weiß ich noch nicht, das wird sich in der nächsten Woche klären, aber ich erhoffe mir von dieser Arbeit nochmal ganz neue Impulse.
Freizeit technisch bin ich in den letzten Monaten wesentlich ruhiger geworden und es fällt mir gerade ziemlich schwer mich aufzuraffen. Am Anfang war ich ja ständig unterwegs, habe viel mit kolumbianischen Freunden unternommen. Das hat deutlich nachgelassen. Nachdem im Freiwilligenhaus mittlerweile nur noch 8 Mädchen wohnen, ist die Wohnsituation richtig angenehm und wir verstehen uns sehr gut innerhalb der Gruppe. Da werden dann DVD Abende gemacht, gemeinsam gebastelt oder ein WG-Frühstück veranstaltet. Für das kommende halbe Jahr wünsche ich mir, dass ich mich wieder etwas mehr in die kolumbianisch Gesellschaft einbinde und weiterhin so zufrieden bin mit meiner Einsatzstelle. Und euch wünsche ich ebenfalls ein wunderschönes kommendes halbes Jahr! Ich habe eben mein Flugticket geschickt bekommen, am 9. September um 15. 05 habe ich dann wieder deutschen Boden unter den Füssen!:)
Lasst euch ganz feste drücken,

eure Theresa

Freitag, 20. Februar 2015

Lichtblick - "Hogar de la Luz"




Das "Hogar de la Luz" war ursprünglich ein Heim für Mädchen aus schwierigen Verhältnissen. Als die letzte Freiwillige dort war hat die Einsatzstelle dasselbe traurige Schicksal ereilt, wie gerade einige der Talleres-Lehrwerkstätten – sie musste vorübergehend schließen. Seitdem hat sich hier vieles verändert. Die Betten der Mädchen sind 100 Nähmaschinen gewichen und bieten nun Raum für weitere berufliche Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Fundación hat einen Vertrag mit der Sena abgeschlossen. Die Sena ist eine staatliche Einrichtung und bietet kostenlose Ausbildungen an. Ausgebildet werden soll in den Fachbereichen Nähen, Backen und Kochen und weitere. All diese Projekte sind momentan in Arbeit, sprich noch nicht umgesetzt.

Ich dachte also eigentlich ich würde hier nicht wirklich viel zu tun haben. Deswegen hatte ich insgeheim den Gedanken in die Einsatzstelle meiner Mitfreiwilligen Isabelle zu wechseln. Die hatte bei "Samaritanos de la Calle" gearbeitet und musste vor einigen Wochen nach Hause fliegen, weil sie Dengue bekommen hatte. Um bei den "Samaritanos" zu arbeiten braucht man schon ein dickes Fell. Hier arbeitet man mit den Obdachlosen im Centro zusammen und ohne ihr T-Shirt mit dem strahlenden Jesus und dem Namen der Fundación hätte Isabelle diese Straßen wohl nicht so ohne weiteres unversehrt betreten können. Jetzt fragen sich einige wohl, warum ich genau hier arbeiten wollte. Ich sah in "Samaritanos" die Möglichkeit nochmal ein ganz anderes Kolumbien kennenzulernen und auch mich selbst. Es ist etwas anderes den Menschen in schönen Gebäuden zu begegnen, oder eben da wo sie herkommen.

Ich ging also zu meinem ersten Arbeitstag im "Hogar de la Luz" mit dem festen Entschluss, ich wolle zu "Samaritanos". Der erste Tag schien auch erst mal meine Erwartung zu bestätigen: Man hatte vergessen, dass ich komme. Da war nur eine Nonne und ein Hund, und ich bekam einen dicken Schinken zum Lesen als Beschäftigungstherapie vorgelegt, in dem ich mich über "Hogar de la Luz" informieren sollte. Beim Anblick meines Mittagsessen - ein Sandwich - faltete die Nonne flehend die Hände zusammen und sah gen Himmel. "Por Dios, eso no es un almuerzo!" (Lieber Gott, das ist doch kein Mittagessen!) Und dann stellte sie mir ein Glas Milch hin, nicht ohne mir zu versichern, dass es eine gute Milch sei und das Verfallsdatum noch nicht erreicht. Dann aber die überraschende Wende. Die Nonne gab mir meinen ersten Auftrag: Mitgliedskarten drucken und zerteilen. Das mag lächerlich klingen, die Aufgabe an sich war auch banal und nicht gerade toll, aber zum ersten Mal seit ich in Kolumbien war hatte mir jemand gesagt wo er meine Hilfe gebrauchen kann - und das ganz von selbst.

Am zweiten Tag warteten weitere Überraschungen auf mich. Man sagte mir, wir würden jetzt erst mal Garn kaufen, damit ich ein Kissen als Anschauungsstück besticken könne. In der Mittagspause hatte ich dann Linsen bei. Und wieder wurden die Linsen mit beunruhigten Blicken begutachtet und mir erklärt wie wichtig ein gutes Frühstück und Mittagessen sei. Man werde sonst krank. Mit dem Salat, der Suppe, der Haupt- und Nachspeise, die Alexandra jeden Tag mit in die Arbeit bringt, will ich aus Bequemlichkeitsgründen nach wie vor nicht mithalten. Nach dem Essen sollte ich gleich mal meinen ersten Englischunterricht geben. Ehrlich gesagt hatte ich geglaubt, dass es eine Hinhaltetaktik war, als davon gesprochen wurde "Los niños ya están" und man so unsere Sorgen, ich könnte zu wenig zu tun haben, aus dem Weg räumen wollte. Ich ging also mit der Erwartung heran, dass vielleicht 3 Schüler zu meinem ersten Unterricht kommen würden, tatsächlich waren wir dann aber eine beträchtliche Gruppe. Meine jüngsten Schüler sind erst drei Jahre alt, und dann war da ein Herr, von dem ich erst dachte er würde meinen Unterricht beobachten. Irgendwann, als ich die Tiernamen an die Tafel schrieb, merkte ich dann, wie er mit zusammengekniffenen Augen da saß und in sein Heftchen kritzelige Notizen machte. Da begriff ich. Motiviert und angestrengt formten seine Lippen die Wörter nach und ich begann größer zu schreiben und lauter zu sprechen, weil ich merkte, dass er damit Probleme hatte. Am Ende der Stunde zeigte der 83-Jährige mir dann stolz sein Heft, in das er bunte Blumen gemalt hatte. Viele Wörter hatte er nicht lesen können und falsch abgeschrieben.

In den nächsten Tag starteten wir dann mit einer Reunión, die mich darin bekräftigte, dass ich im "Hogar de la Luz" richtig war. Alexandra und die Nonne "Stella", auch "Stellita" genannt, übten konstruktiv Kritik, gaben mir viele Tipps wie ich den Unterricht besser gestalten sollte und stellten auch klare Regeln auf. Zu Unterrichtsbeginn sollte alles perfekt vorbereitet sein, die Blätter und Stifte schon auf den Plätzen liegen, wenn die Kleinen und Großen kamen. Kinder dürfen bitte nur nacheinander aufs Klo und die Schüler sollten mir später beim Aufräumen helfen. Zudem sollte ich ein Heft führen und darin eintragen, was ich täglich mache und einen Ordner für jeden Schüler anlegen. So viel Ordnung und Disziplin hatte ich hier nicht erwartet. Ich hatte mir immer gewünscht, jemand würde mir einfach sagen, wo er gerade meine Hilfe gebrauchen kann. Nur so findet doch ein effektiver Einsatz von Freiwilligen statt, indem die Vorgesetzten ihnen auch klar Aufgaben zuweisen oder anbieten. Und wenn das Mitgliedskarten schneiden ist - solange sich der Vorgesetzte dann um wichtiger kümmern kann, ist das doch schon ein Gewinn und eine Hilfestellung. Und dafür bin ich schließlich da. Ich hatte schon fast den Fehler gemacht es als typisch kolumbianisch zu betrachten, dass der Freiwillige hier auch frei darin ist, sich selber um einigermaßen sinnvolle Aufgaben zu bemühen. Ich merke, dass es mir und meiner Arbeit gut tut, wenn die Zügel etwas strammer gehalten werden und dass ich so auch viel mehr für mich selber lernen kann. Nach dem dritten Tag war ich in dem Konflikt, beides zu wollen: Bei den "Samaritanos" neue Erfahrungen zu sammeln, aber eben auch im "Hogar de la Luz".

Jetzt kann ich tatsächlich beides. Freitags bin ich bei Samaritanos, die restliche Woche halte ich Englischunterricht. Mittlerweile ist eine Erwachsenengruppe zusammengekommen, und 3 Gruppen mit Kindern und Jugendlichen.























Alles auf Anfang



Ich bin gerade am Pfannkuchenbacken. Da ruft mir meine Mitfreiwillige Johanna fröhlich zu “Happy Viermonatiges!”. Nun sind es wohl tatsächlich schon vier Monate hier in Cali. Und genau heute stehe ich wieder ganz am Anfang. Gerade jetzt, wo sich langsam der Alltag einschleichen wollte.
Das Taller hat es nicht geschafft autonom zu sein, und genau da soll angesetzt werden. In der Diskussion ist, das Taller als eine Art Mikrogewerbe neu zu eröffnen. Doch im Moment stehen wir ganz am Anfang, es gibt Ideen aber die haben sich noch nicht weiter formiert. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!
Für mich persönlich beginnt nun ein neuer Abschnitt. Mittlerweile muss ich auch sagen, dass dieser Neuanfang vielleicht gar nicht schlecht ist. Denn die ganze festgefahrene Situation in meinem Taller mit dem vorbelasteten Verhältnis zu Schülern und Lehrern hätte mich auf Dauer wohl nicht mehr glücklich gemacht.


Ich mag den Alltag - er ist so schön unaufgeregt und echt. Neuanfänge dagegen sind unbequem und begleitet von der Anspannung und Ungewissheit, ob es gefällt und du gefällst. Neuanfänge sind aber auch der Schlüssel zu neuen Erfahrungen. Hier nach Cali zu kommen war so ein Neubeginn und jetzt, nach vier Monaten, werde ich wieder aus meiner Komfortzone herausgeworfen. Das Leben hat mich ausgespuckt. Aber ich vertraue dem Prozess. Ich vertraue darauf, dass alles genau so, wie es passiert, gut ist. Dass sich mit jedem Puzzleteil, das dazu kommt, langsam ein Bild ergibt. Wenn wir nur das eine Puzzleteil in der Hand halten, wissen wir oft noch nicht so richtig etwas damit anzufangen, aber mit jedem neuen Teil beginnen wir zu verstehen.
Bei meiner Ausbildung war das so. Ich hatte Praktikas bei Strenesse gemacht und in einer Schneiderei. Mein Praktikum in dem Handwerksbetrieb hat mir keinerlei Spaß gemacht und Tag für Tag bin ich mit einem unguten Gefühl nach Hause gekommen. Ich war weder mit den ehrgeizigen Auszubildenden noch mit der strengen Ausbilderin auf einer Wellenlänge. Aber ich wollte hier lernen, weil ich in der Strenge auch eine qualitative Ausbildung sah. Als mir dann mitgeteilt wurde, dass eine Andere die Chance bekommen sollte, war ich erst mal zutiefst unglücklich. Ich fing mit meiner Ausbildung bei Strenesse an und stellte fest, dass der Qualitätsanspruch auch hier hoch war und zudem hatte ich wundervolle Arbeitskolleginnen sowie eine strenge aber herzensgute Ausbilderin. Ein halbes Jahr nach Ausbildungsbeginn hörte ich, dass die Auszubildende im Handwerksbetrieb abgebrochen hatte und der Schneidereibetrieb geschlossen worden war. Aus Situationen wie diesen hat sich bei mir ein Vertrauen in die Entscheidungen des Lebens ergeben. Auch wenn wir im ersten Moment noch nicht verstehen, wo die Reise hingehen soll und wofür das alles gut sein soll. Das Leben weiß eben, wo es einen haben möchte.
Die letzten Wochen in der Lehrwerkstatt waren wahnsinnig schwierig. In der finanziellen Notlage der Talleres haben alle gelitten. Ob das nun die Schüler waren mit ihren wankenden Träumen, die Lehrer, die nicht gezahlt werden konnten oder Andres, der Gründer und sein Team, die verzweifelt versucht haben doch noch einen Umschwung zu schaffen. Für den einen Monat hatten wir das, was dann kam, herauszögern können. Doch diese Zeit hat an den Nerven aller gezehrt und es ging viel zu Bruch. Die Schüler haben sich völlig verschlossen. Sie waren schlichtweg frustriert von der ganzen Situation, sodass ich es sehr schwer hatte mit ihnen zusammen zu arbeiten. Am letzten Tag vor den Ferien sagte mir eine Schülerin : “Theresa, es tut mir Leid, dass ich so gemein zu dir war!” Ich weiß, dass keiner der Schüler ein persönliches Problem mit mir hatte, aber mit all der Frustration war die Kooperationsbereitschaft eben nicht allzu groß. .Auch das Verhältnis mit dem Lehrer des Tallers hatte sich ziemlich abgekühlt.
Dann kamen die Weihnachts- und Neujahrsferien, in denen ich im Büro arbeitete. In die Ferien starteten wir mit der Hoffnung, dass mit den Spenden um die Weihnachtszeit das Projekt weiter finanziert werden könne. An meinem Geburtstag wurde mir dann mitgeteilt, dass Asche vorerst noch Asche bleibe und der Phoenix auf sich warten lasse. Sprich mein Taller gerade nicht in der Kapazität wäre nach den Ferien weiterzumachen. Das war eine Nachricht, die ich, wenn gleich sie doch gar nicht so fern lag, nicht erwartet hatte. Und ich bin erst mal aus dem Büro geflüchtet um mich schluchzend in mein Bett zu werfen. Was für ein Geburtstagsgeschenk! So hatte ich mir mein Freiwilligenjahr nicht vorgestellt. Auch wenn uns noch im Seminar erzählt wurde, dass es immer wieder passieren könne, dass Einsatzstellen aus finanziellen Gründen vorübergehend schließen müssten und mir bekannt war, dass die Talleres am wackeln waren, hatte ich nie gewagt soweit zu denken. Es ist wahnsinnig traurig, was hier gerade in Montebello passiert und es bluten viele Herzen. Am härtesten trifft es Schüler, Lehrer und Gründer. Die Lehrwerkstätten “Gastronomie” und “Schreinerei”können weitergeführt werden, das “Hotellerie und Tourismus” Taller ist noch in der Schwebe. Für alle anderen Lehrwerkstätten bemüht man sich gerade eine Lösung zu finden und die Schüler unterbringen zu können. All das zu sehen tut im Herzen weh, aber man darf auch nie vergessen, dass das hier in Kolumbien kein Schlussstrich ist, sondern eine Phase. Hier in diesem Land sind solche radikalen Einschnitte für die Landsleute durchaus nichts Ungewöhnliches. Aufstehen und weitergehen lautet die Devise - auch für mich.


Nun steh ich da, wo ich ganz am Anfang stand. Habe die Möglichkeit die Menschen aus meiner neuen Einsatzstelle kennenzulernen, ganz ohne Vorbelastung. Ich kann bei Null anfangen. Mit Anspannung und der Ungewissheit, ob es mir gefallen wird und ob ich gefallen werde. Aber ich vertraue auf den Prozess. Ich halte ja erst das erste Puzzleteil in den Händen...

Donnerstag, 8. Januar 2015

Un feliz navidad y momenticos tristes



 

Ich hoffe sehr, ihr hattet ein paar erholsame und schöne Tage mit euren Familien!
Für mich fiel dieses Weihnachten aus der Reihe, denn es war mein erstes Weihnachten gaaaanz weit weg von der Familie. 
Als ich am Weihnachtsmorgen aufgestanden bin, musste ich mir nochmal in Erinnerung rufen, dass heute kein Tag ist wie jeder andere. Auf dem Weg ins Büro laufe ich Ruth über den Weg, die mit ihrem Handtuch gerade Richtung Innenhof unterwegs ist, um sich da erst mal ein wenig zu sonnen. Auch das trägt eher wenig zu meinen weihnachtlichen Gefühlen bei. Nach der Arbeit zaubere ich noch auf die Schnelle zwei fehlende Weihnachtsgeschenke. Und dann um halb 5 abends fahre ich in Begleitung von Charlotte, einer anderen Mitfreiwilligen, mit dem Taxi zu Paola. Paola ist mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen und ich finde es schön heute bei ihr mein erstes kolumbianisches Weihnachten feiern zu dürfen. 
Am Anfang unserer Vorbereitungen gehen wir einkaufen. Es sollen so um die 20 Leute kommen, also haben Charlotte und ich überlegt, was wir kochen könnten. Wir wollen Bratäpfel machen und einen mediterranen Nudelsalat. Auf der Suche nach Marzipan werden wir zum Paniermehl geschickt, dabei war ich mir fast sicher, dass die Torten hier auch mit Marzipan umhüllt werden, aber es ist wohl doch nur eine Mischung aus Zucker und Schaumstoff. Denn offensichtlich kennt Marzipan hier niemand. Die Salatsoße, die wir bei Paola in der Wohnung zubereiten, schmeckt auch irgendwie komisch, kolumbianisches Öl und Essig eben. Dann beginnt langsam die Familie einzutrudeln. Immer mehr Tías, Tíos, Primos, Primas, Abuelos....Ich versuche nicht mal mir all die Namen zu merken. Auf einem Tisch steht das Essen, neben Chips mit Dip und kolumbianischem Kartoffelsalat auch unsere Bratäpfel und der etwas missglückte Nudelsalat. Wir essen im Stehen von Plastiktellern und trinken Wein und Aguardiente aus Plastikbechern.





Alles ist weihnachtlich geschmückt. In allen Ecken sieht man Rentiere, Weihnachtsmänner, Zipfelmützen. Sogar der Spiegel im Bad und alle Türrahmen sind mit Plastik-Tannengrün eingerahmt.





Irgendwann schleiche ich mich dann mal hoch und packe alleine in Paolas Zimmer das Geschenkchen aus, das mir Mama und Papa noch zu meiner Ausreise für Weihnachten mitgegeben haben. Und da merke ich, wie ich mich doch ein klein wenig allein fühle. Unten füllt sich das Haus weiter und weiter, es sind bestimmt schon mehr wie 20 Leute. Bei einem Spiel müssen die Teilnehmer Aufgaben erledigen, sprich singen, sagen warum sie Gott dankbar sind oder Maria spielen. Die Stimmung ist gut, es wird getanzt, gelacht und die Familie ist beisammen. Dieses Weihnachten ist anders als in Deutschland - aber schön! Es ist mehr wie ein Hausparty mit der Verwandtschaft. 








Auch für Paola ist es das erste Weihnachten ohne die Eltern. Denn sie kommt ursprünglich aus Arauca, 2 Tage von Cali mit dem Bus entfernt. Schon seit einem Jahr hat sie ihre Familie nicht mehr gesehen. Um 3 Uhr nachts wollen wir dann noch mit dem Taxi zu Ivan fahren. In Ivans Familie haben ebenfalls einige andere Freiwillige mitgefeiert und ich wollte meine Freunde an diesem Abend noch sehen. Ivans Familie hat keinen Weihnachtsbaum, dafür aber eine Säule, die mit Christbaumschmuck und Tannengrün (aus Plastik versteht sich) geschmückt ist. Die Geschenke werden auf dem Gang verteilt, irgendwo zwischen Tür und Angel. Das Schenken spielt in Kolumbien an Weihnachten keine ausgeprägte Rolle. Die Kleinen werden noch mit buntem Plastikspielzeug beschenkt, für die Großen steht vor allem das Beisammensein mit der Familie im Vordergrund. Meine Freundin Jackelin macht mit Geschenkchen auf andere Art eine Freude. Sie kauft Püppchen und Spielfiguren, verpackt sie nett in glitzerndes Geschenkpapier und sortiert sie nach Mädchen, Junge, und Baby. Dann steigt sie ins Auto, fährt die Straßen ab und übergibt die Geschenke an die Straßenkinder.
Wir tanzen draußen noch ein wenig Salsa und unterhalten uns, dann entschließen wir uns alle bei Ivan zu schlafen und richten uns ein Schlaflager auf dem Boden her, am Fuße der Weihnachtssäule.



Sonntag, 21. Dezember 2014

Die Blase – ein Bewusstseinszustand



Im Fluss. Ich lasse mich treiben, mitreißen. Versuch erst gar nicht gegen die Strömung anzukommen. In meinem Kopf Leere – im Herzen Glück. Warum sich auch viele Gedanken machen? Alles geht sowieso seinen Lauf. Alles fließt an mir vorbei. Ich weiß, dass es vergebens wäre, zu versuchen, das Wasser mit den bloßen Händen aufzuhalten. Ich kann es nicht festhalten. Es fließt durch meine Hände.
Ich lebe im Moment, lebe im Hier und im Jetzt. Mein Hier reicht bis zu den dünnen Wänden meiner Seifenblase. Bunte, schillernde Spiegelungen verhindern, dass ich nach draußen sehen kann. Was in der Welt passiert? Vielleicht will ich das ja lieber gar nicht wissen. Scheuklappenprinzip. Die einzigen Nachrichten, die bis hier nach Kolumbien hinüber schwappen, erreichen mich, wenn meine Augen für wenige Sekunden die Schlagzeilen auf der Startseite meines E-mail Anbieters streifen. "Terroranschlag in Paris" oder "Der Bieber in Unterhose" lese ich da. Dann schiebt sich wieder die schillernde Seifenblasenwand vor. Dieses wundervolle Land hat mich in seinen Bann gezogen, hier verlieren sich Zeit und Raum. Ich frage mich, ob die Prozesse in Kolumbien genau deswegen so viel länger dauern, als anderswo und dieses süße Gift seine Wirkung auch bei seinen Bewohnern enfaltet. Im Inneren dieser Blase schwebe ich, leicht wie eine Feder, die Realität scheint weit enfernt. Und doch fühlt es sich das erste Mal an als würde ich richtig leben. Für den Moment ziehe ich die schillernden Spiegelungen der Welt da draußen vor - meine Seifenblase wird ohnehin noch früh genug platzen.


Donnerstag, 18. Dezember 2014

"Te muestro el mundo"

Ich will mit euch ein Video teilen, das mich jedes Mal aufs neue berührt, wenn ich es sehe. Es handelt sich dabei um ein Lied aus der Aufführung "Mika und Lilli", die die letzte Freiwilligengeneration organisiert hat. Der Song heißt "Te muestro el mundo" und erzählt von dem Wunsch die Welt zu entdecken. Nicht jedem stehen so wahnsinnig tolle Möglichkeiten offen, wie mir, etwas von der Welt zu sehen.


Montag, 24. November 2014

Auf dem Weg


Heute melde ich mich mit einem bunten und bilderreichen Post wieder. Diese Bilder stammen von einer wunderschönen Reise nach Salento, einer Kleinstadt in der Kaffeezone. Wir haben viel zusammen gelacht, die atemberaubende Landschaft genossen und sind erschöpft von all den Eindrücken wieder nach Cali zurückgekehrt. 


Ankunft in Salento

Wer weiß ob es am kolumbianischen Kaffee lag, oder am vielen Zucker, aber hier entdecke ich meine Liebe zu Kaffee

Eine mürrische Katze für Papa, den Katzenliebhaber:)

Buntes Straßentreiben bei Salento-typischem Wetter: Regen und Kälte (kolumbianische Messlatte)

Salento ist mit seinen bunten Häuschen und der tollen Natur ein beliebtes Touristenziel

In Kolumbien wird viel die indianische Kultur gepflegt, ob das nun Handwerkskunst ist oder andinische Tänze


Meine kolumbianische Freundin Paola

Glücksgefühl

Riesenseifenblasenartistik

Bunter Kaffeejeep

Gemeinsames Kochen im Hostel anlässlich von Biancas Geburtstagsfeier

Lulosaft und Pasta (Mit Lulo lassen sich die leckersten Säfte zubereiten)

Tag 2. Jeepimpressionen

Ivan steht hinten auf dem Jeep und fotografiert die wundervolle Landschaft

Fahrt ins Paradies

Pferdestärke trifft auf Pferdestärken

Den ersten Teil der Wanderung haben wir auf dem Pferderücken verbracht, angetrieben von einem verrückten Führer

Wenig entspannend, wenn von hinten Steine fliegen, damit die Pferde schneller laufen

Am "Haus der Kolibris", wo man diesen Tieren sehr nah kommen kann, weil sie sich hier mit Zuckerwasser kräftigen können

Verwunschene Hütte mitten im Wald

Eine nicht gerade leckere Version der kolumbianischen heißen Schokolade mit Käse

Hüttenzauber

Besuch aus dem Unterholz: Diesem Wildtier schmeckt wohl Schokolade und Käse

Auch aus meiner Hand:)

Von Walderdbeeren bis hohem Tannenwald - in Abschnitten wirkt der Wald fast deutsch.

Was? Noch weiter bergauf?

Zeitweise verschwindet die Bergspitze ganz im Nebel

Hier wieder ein sehr deutscher Waldabschnitt


Rast in der fast unwirklich erscheinenden Landschaft

Die ganze Salentogruppe: Meine Kolumbianischen Freunde Ivan, Paola und Bianca, auch eine Freiwillige.

En amor con salento.

Eine komische Mischung: Nebel, Palmen und....

.....Kühe

Nein, das ist nicht die Kuh von vorhin, sondern ein vegetarischer Burger oder was davon übrig ist. Mich überrascht immer wieder, wie viele kolumbianische Vegetarier und Veganer ich mittlerweile kennengelernt habe.

Tag 3. Auf geht´s zur.....

....Kaffeetour

Geführt von einem äußerst kompetenten Kolumbianer, der uns vor allem zeigen wollte, wie viele deutsche Verben er schon kann: Saufen, küssen, laufen....

Der Kaffee wird biologisch hergestellt und hier getrocknet. Kolumbien ist bekannt für seinen hochwertigen Kaffee

Von der Bohne zum Pulver

Die Bohnen werden von Hand gesammelt, und manuell gemahlen